Recklinghausen, 30. August 2010
 |  | | Frank Schwabe zu Besuch beim türkischen Unternehmen IFM Freileitungsbau in Castrop-Rauxel
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|  |  | Der SPD-Kreisvorsitzende Frank Schwabe (MdB) kritisiert die Positionen des Bundesbankvorstands und SPD-Mitglieds Thilo Sarrazin.
"Wer an herausgehobener Stelle tätig ist, darf nicht einen solch gefährlichen Unsinn von sich geben. Das Thema der Integration in vernünftiger Weise differenziert zu diskutieren ist richtig und notwendig. Pauschalurteile, Beleidigungen und aberwitzige Sichtweisen z.B. zur biologischen Ursache für Probleme ist aber schädlich für die politische Kultur und den gesellschaftlichen Frieden," so Frank Schwabe, der die Einleitung eines Parteiordnungsverfahrens mit dem Ziel des Ausschlusses von Sarrazin begrüßt.
Der SPD-Kreisverband hat unter dem Vorsitz von Schwabe eine Projektgruppe Integration ins Leben gerufen. Schwabe besuchte unlängst im Rahmen seiner Sommertour durch den Kreis Recklinghausen eine Reihe von Projekten gelungener Integration. "Natürlich gibt es Probleme, aber die haben meistens etwas mit mangelnder Bildung und tatsächlicher Diskri-minierung z.B. am Arbeitsmarkt zu tun. "Die" Muslime gibt es gar nicht. Das Leben bei den Muslimen, von konservativ bis linksliberal, ist genau so bunt wie bei Christen, Juden und anderen Religionen auch," so Schwabe.
Das etwa 20-köpfige Netzwerk Integration der Kreis-SPD wird als nächstes eine Integrationskonfernz mit Landesintegrationsminister Guntram Schneider vorbereiten. "Wer den lebenden Gegenbeweis für Sarrazins unsägliche Thesen haben möchte, der muss sich nur die SPD-Mitglieder der Projektgruppe anschauen. Viele junge Leute mit ganz vielen verschiedenen Religionen und aus ganz vielen verschiedenen Ländern, die unsere Gesellschaft ganz prima bereichern," so Schwabe.
Nach seinen knapp ein Dutzend Sommertour -Stationen allein zum Thema Integration von der Griechischen Gemeinde in Herten über einen türkischen Unternehmer in Castrop-Rauxel bis zu Integrationsprojekten in Dorsten Hervest oder Marl Hamm lädt Frank Schwabe in sei-ner Eigenschaft als Bundestagsabgeordneter im Rahmen des Dialogs am Donnerstagabend die fünf DITIB-Gemeinden seines Wahlkreises Recklinghausen, Castrop-Rauxel und Waltrop zum Fastenbrechen ein.
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